Zeepit
Tutorial · 8 Min. Lesezeit

Interview für Masterarbeit oder Dissertation am Handy transkribieren

Um ein Interview für deine Abschlussarbeit oder Dissertation zu transkribieren, nimmst du es sauber auf, schickst die Audiodatei an eine Transkriptions-App am Handy, gleichst den Text mit der Aufnahme ab, kennzeichnest die Sprecher und pseudonymisierst ihn. Mit Zeepit wird eine bis zu 4 Stunden lange Aufnahme zum wortgetreuen Transkript.

Welchen Transkriptionsstil braucht ein Interview für die Abschlussarbeit?

Bevor du mit dem Transkribieren loslegst, leg fest, wie detailliert deine Auswertung sein muss. Der Stil richtet sich nach deiner Methode, nicht nach dem Tool.

  • Wörtliche Transkription: jedes Wort, jedes Füllwort, jeder Satzabbruch, jede Pause und jedes Lachen. Nötig für Konversations- und Diskursanalyse oder linguistische Arbeiten.
  • Geglättete Transkription: alles, was inhaltlich zählt, aber ohne Füllwörter wie ähm, Wiederholungen oder Stottern. Üblich bei der qualitativen Inhaltsanalyse, der Grounded Theory und den meisten interviewbasierten Abschlussarbeiten.
  • Zusammenfassende Notizen: nur die Kernpunkte. Als Datengrundlage selten akzeptiert, aber praktisch für einen ersten Überblick oder ein Pretest-Interview.

Halte deine Wahl und die Regeln dazu im Methodenteil fest: wie du Pausen, unverständliche Stellen und nonverbale Äußerungen markierst. Gutachter achten eher auf Einheitlichkeit als auf eine bestimmte Konvention. Wenn du unsicher bist, frag vor dem ersten Interview deine Betreuerin oder deinen Betreuer, welche Regeln an deinem Lehrstuhl gelten.

Wie nimmst du ein Interview auf, damit das Transkript sauber wird?

Wie gut das Transkript wird, entscheidet sich größtenteils schon bei der Aufnahme. Ein paar Gewohnheiten ersparen dir später stundenlanges Korrigieren:

  • Such dir einen ruhigen Raum mit Teppich oder Polstermöbeln; meide Cafés, offene Fenster und brummende Lüfter.
  • Leg das Handy oder Aufnahmegerät zwischen dich und die befragte Person, näher an die Person, die leiser spricht.
  • Mach eine kurze Testaufnahme und hör sie dir an, bevor du beginnst.
  • Bitte darum, sich nicht gegenseitig ins Wort zu fallen, und wiederhole wichtige Namen oder Fachbegriffe deutlich.
  • Leg pro Interview eine Datei an und benenne sie mit einem Teilnehmercode wie B03_2026-10-02, nicht mit dem echten Namen.

Bei Online-Interviews nutzt du die Aufzeichnungsfunktion der Meeting-Plattform und bewahrst die Datei auf. Wie du sie findest und aufs Handy bringst, erklärt unsere Anleitung zum Transkribieren einer Zoom-Aufnahme.

Schritt für Schritt

  1. Transkriptionsstil festlegen

    Stimm mit deiner Betreuung ab, ob du wörtlich oder geglättet transkribierst, und schreib auf, wie du Pausen, unverständliche Stellen und Sprecher markierst.

  2. Jedes Interview als eigene Datei aufnehmen

    Nutze einen ruhigen Raum, teste vorher den Ton und benenne die Datei mit einem Teilnehmercode statt mit dem echten Namen.

  3. Aufnahme mit Zeepit teilen

    Tippe auf dem iPhone oder unter Android in deinem Rekorder, in Dateien, Drive oder WhatsApp beim Audio auf Teilen und wähle Zeepit, oder wähle die Datei in der App aus. Aufnahmen bis 4 Stunden funktionieren.

  4. Transkript mit dem Audio abgleichen

    Hör die Aufnahme einmal komplett durch, korrigiere Namen und Fachbegriffe und markiere unklare Stellen einheitlich, etwa mit [unverständlich].

  5. Sprecher kennzeichnen und pseudonymisieren

    Füge Sprechercodes wie I: und B03: ein und ersetze dann Namen, Orte und andere identifizierende Angaben durch Codes.

  6. Für die Auswertung exportieren

    Exportiere eine DOCX-, PDF- oder Textdatei und importiere sie in deine Analysesoftware oder leg sie in einem geschützten Projektordner ab.

So transkribierst du ein Interview für die Abschlussarbeit am Handy

Ein Interview von Hand abzutippen dauert ein Vielfaches der Aufnahmelänge. Eine App, die Audio in Text umwandelt, liefert dir den ersten Entwurf, sodass deine Zeit ins Prüfen fließt statt ins Tippen.

Mit Zeepit auf dem iPhone oder unter Android musst du nichts vom Computer hochladen und nichts konvertieren:

  • Tippe in deiner Sprachrekorder-App, in Dateien, Google Drive oder WhatsApp bei der Aufnahme auf Teilen und wähle Zeepit, oder öffne die App und wähle die Datei aus.
  • Gängige Formate funktionieren direkt: m4a, mp3, wav, ogg, flac, amr und weitere, dazu Videodateien wie mp4 oder mov, bei denen nur die Tonspur verwendet wird.
  • Jede Aufnahme darf bis zu 4 Stunden lang sein, ein langes Interview musst du also nicht aufteilen.
  • Die Sprache wird automatisch erkannt.

Du bekommst das vollständige Transkript, Wort für Wort, und dazu eine sofortige Zusammenfassung in kurz, mittel oder lang. Die Zusammenfassung hilft dir bei Feldnotizen, deine Auswertung sollte sich aber auf das Transkript stützen. Deine ersten Umwandlungen sind nach der Installation kostenlos, lange Aufnahmen eingeschlossen, ohne Konto und ohne Karte.

So prüfst, kennzeichnest und anonymisierst du das Transkript

Ein maschinell erstelltes Transkript ist ein Entwurf. Für Forschungsdaten gleichst du es einmal komplett mit dem Audio ab, von Anfang bis Ende.

  1. Korrigiere Namen, Ortsnamen, Fachjargon und Abkürzungen, die falsch verstanden worden sein könnten.
  2. Kennzeichne die Sprecher einheitlich, zum Beispiel I: für die interviewende Person und B03: für die befragte Person.
  3. Markiere Lücken mit einer festen Konvention wie [unverständlich] oder [gleichzeitig gesprochen], statt zu raten.
  4. Pseudonymisiere: Ersetze Namen, Arbeitgeber, Orte und andere identifizierende Angaben durch Codes oder neutrale Beschreibungen und bewahre die Zuordnungsliste getrennt auf.
  5. Wende deine Transkriptionsregeln in jedem Interview gleich an.

Aus Zeepit heraus kannst du den Text kopieren oder teilen oder eine Word- (DOCX), PDF- oder Textdatei exportieren, die direkt auf dem Gerät erzeugt wird. Eine DOCX- oder TXT-Datei lässt sich in Software für qualitative Analyse wie NVivo, ATLAS.ti oder MAXQDA importieren oder in einem Textprogramm codieren.

Darfst du für Forschungsinterviews eine Transkriptions-App nutzen?

Oft ja, aber das hängt davon ab, was in deiner Einwilligungserklärung und deinem Datenmanagementplan steht. Prüf drei Punkte, bevor du eine Aufnahme an irgendeinen Dienst schickst:

  • Steht in der Einwilligungserklärung, dass Aufnahmen von einem Transkriptionsdienst verarbeitet werden dürfen?
  • Schreibt deine Hochschule bestimmte Tools vor oder schränkt sie ein, wo Daten verarbeitet werden dürfen?
  • Wie lange speichert der Dienst das Audio, und wird es weiterverwendet?

Zum letzten Punkt, so funktioniert Zeepit: Die Datei wird an die Server von Zeepit geschickt, transkribiert und direkt danach gelöscht. Es gibt kein Archiv, keine Weiterverwendung und kein Training von KI mit deinen Aufnahmen. Transkripte und Zusammenfassungen bleiben auf deinem Handy. Ob das zu deinem Projekt passt, entscheidest du mit deiner Betreuung und, falls nötig, mit der Ethikkommission oder der oder dem Datenschutzbeauftragten.

Egal, welches Tool du nutzt: Speichere Rohaufnahmen und identifizierbare Transkripte dort, wo dein Plan es vorsieht, und lösche sie zu dem Zeitpunkt, den er festlegt.

Was tun, wenn das Interview in einer anderen Sprache geführt wurde?

Viele Arbeiten an deutschen Hochschulen stützen sich auf Interviews auf Deutsch, werden aber auf Englisch geschrieben. Oder es geht umgekehrt: Interviews auf Englisch, Türkisch oder Polnisch fließen in eine deutschsprachige Arbeit ein. Ein bewährter Ablauf:

  • Transkribiere zuerst in der Originalsprache. Dieses Transkript sind deine Daten, und meist wird auch darauf codiert.
  • Übersetze nur die Zitate, die du verwendest, und gib das Original in einer Fußnote oder im Anhang an, wenn deine Richtlinien das verlangen.
  • Lass jedes übersetzte Zitat, das ein Argument trägt, von einer Person prüfen, die die Sprache sicher beherrscht.

Die Sprache wird automatisch erkannt, und Transkription, Zusammenfassung und Übersetzung funktionieren in Dutzenden Sprachen. Wenn du eine Arbeitsübersetzung des ganzen Interviews brauchst, lies, wie du eine Audioaufnahme in eine andere Sprache übersetzt. Sieh sie als Lesehilfe: Zitate in deiner Arbeit verdienen eine sorgfältige Prüfung durch einen Menschen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, ein einstündiges Interview zu transkribieren?

Von Hand brauchst du meist mehrere Stunden, weil du ständig anhältst und zurückspulst. Mit einer Transkriptions-App steht der Entwurf deutlich schneller bereit, und deine Zeit fließt in einen sorgfältigen Durchgang: Namen korrigieren, Sprecher kennzeichnen, pseudonymisieren. Plane diese Prüfzeit für jedes Interview fest ein.

Brauche ich für meine Abschlussarbeit eine wörtliche Transkription?

Das hängt von deiner Methode ab. Konversations- und Diskursanalyse brauchen eine wörtliche Transkription mit Füllwörtern und Pausen. Für die qualitative Inhaltsanalyse und die meisten Interviewstudien reicht eine geglättete Transkription. Egal, wofür du dich entscheidest: Beschreib deine Transkriptionsregeln im Methodenteil und wende sie durchgehend an.

Kann ich ein Interview kostenlos transkribieren?

Ja. Du kannst es selbst abtippen oder eine App nutzen, die kostenlos startet. Bei Zeepit sind die ersten Umwandlungen direkt nach der Installation gratis, lange Aufnahmen eingeschlossen, ohne Konto, ohne Karte und ohne Werbung. Danach gibt es ein Abo, falls du mehr brauchst; deine Nutzung siehst du in der App.

Darf ich eine Transkriptions-App für Forschungsinterviews verwenden?

Das kann zulässig sein, wenn deine Einwilligungserklärung und dein Datenmanagementplan es erlauben. Prüf, ob die Teilnehmenden der Verarbeitung durch einen Dienst zugestimmt haben, ob deine Hochschule bestimmte Tools vorschreibt und wie lange der Dienst Audio speichert. Pseudonymisiere die Transkripte und leg die Dateien dort ab, wo dein Plan es vorsieht.

Wie transkribiere ich ein Interview, das mit Zoom oder Teams aufgezeichnet wurde?

Speichere die Aufzeichnung, die die Plattform erzeugt, bring die Datei aufs Handy, zum Beispiel über Google Drive, und teile sie dann mit einer Transkriptions-App. Zeepit nimmt mp4 und andere Videodateien an und nutzt nur die Tonspur. Die App läuft auf iPhone und Android; einen Desktop- oder Web-Upload gibt es nicht.

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